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Besser spät als nie. Warum Sie keine Angst haben sollten, in Cloud-basierte Themen zu investieren.

Bekommen Sie beim Begriff “cloud computing” Gänsehaut? Fragen Sie sich wo ihre Daten sind? Machen Sie sich Gedanken, dass jemand anderes Zugriff auf ihre Daten hat?

Die Tatsache, dass die Anwendung nicht auf Ihrem Server installiert ist, der in einem Serverraum in Ihrem Unternehmen gelagert ist, sollte Sie nicht zuversichtlicher machen.

Eigentlich ist es umgekehrt. Vergleichen wir es mit der Wahl, ob Sie Ihr Geld in einer Socke oder einer renomierten Bank aufbewahren.

Brain David Johnson, Zukunftsforscher von Intel, beschreibt vier Stadien paradoxer Beziehungen zwischen Angst und neuen Technologien:

  • Angst – „Es wird uns töten”
  • Persönlicher Kampf um die neue Technologie zu verstehen– „Meine Tochter wird gestohlen!”
  • Verleugnung seiner Nützlichkeit – „Ich werde es niemals benutzen”
  • Acceptance – „Worum geht es Dir?”

In welcher Phase befinden Sie sich?

DEFINITION

Wenn Sie sich in der ersten Phase befinden, erklären wir besser, was wir unter Cloud verstehen. Es ist eine Möglichkeit Computer- Ressourchen, von jedem Gerät und jedem Ort, der mit dem Internet verbunden ist zu nutzen.

Zu den Ressourcen zählen Server, Massendatenträger, Apps und andere Dinge. Ein Beispiel könnte ein CRM oder ERP System sein, welches wir über unseren Internet Browser verwenden.

Die Cloud verarbeitet eine große Menge an privaten Daten und Inhalten wie E-Mails, wissenschaftlichen Arbeiten oder Fotos. Wir nutzen die Cloud ebenfalls um online zu bezahlen oder online Games zu spielen.

Es gibt zwei Arten der Cloud

Public cloud:

Beispiellanbieter hierfür sind Google,Microsoft oder Salesforce. Unternehmen nutzen diesen Service gegen eine Gebühr, die an den Anbieter gezahlt wird, der sich um Infrastruktur, Wartung der Server und andere Themen kümmert.

Private cloud:

Wird innerhalb eines Unternehmens genutzt, was bedeutet, dass das Unternehmen eine eigene Infrastruktur bereitstellen und auch die Wartung übernommen warden muss. Diese Lösung wird von größeren Unternehmen bevorzugt.

TECHNOLOGIE

In der Cloud gespeicherte Daten und andere Inhalte gehören zu den Sichersten:

- Jede Datei oder jeder Inhalt wird von den Anbietern in drei Kopien gespeichert. Der Datenverlust würde bedeuten, dass diese drei Kopien genau in derselben Sekunde verschwinden müssten

- Daten warden dezentral gespeichert und können somit auch nicht von Mitarbeitern der Cloubanbieter genutzt werden

- Daten, die in die Cloud geladen werden, werden automatisch verschlüsselt, so dass Unbefugte keinen Zugriff darauf erhalten können

- Die gemeinsame Nutzung von Dateien und Inhalten in der Cloud ist sehr sicher, da Sie keine zusätzlichen Kopien erstellen müssen oder die Daten per E-Mail versenden müssen, um die Daten zu teilen

 

"Wann immer ich meine Daten verlor, ging es entweder um einen Datenträgerausfall oder um den Verlust des Geräts. Ich habe nie Inhalte verloren, die in der Cloud gespeichert sind. Es sei denn, Sie geben Ihr Passwort unvorsichtig preis. Es ist wie mit Ihren Bankkarten und PIN-Codes. Die Phobie, Daten zu verlieren, ist einer der größten Mythen, die um Cloud-Computing-Technologie entstanden sind."

BUDGET

Cloud-basierte Systeme bieten besondere finanzielle Einsparungen.

Arbeiten in einer Cloud bedeutet auch, dass Ihre Cloud- Ausgaben wie bei Nicht-Cloud-Software als OPEX und nicht als CAPEX eingestuft werden.

Darüber hinaus sinken ihre Stromkosten, da ihre Infrastruktur aus weniger Hardware besteht. SIe müssen ebenfalls keine zusätzlichen Geschäftsräume mieten, um ihre Hardware zu lagern. Die monatlichen Stromkoste eines kleinen Serverraums entsprechen fast den gleichen Kosten wie für virtuelle Server in der Cloud.

Sie sparen auch viel Zeit. Wir kaufen lieber Waren und Dienstleistungen, auf die wir sofort zugreifen können, anstatt Tage auf die Lieferung physischer Waren zu warten.

Sie können Ihren Cloud-basierten Server innerhalb von Minuten nach dem Kauf einrichten. Dadurch verkürzt sich die Zeit der Projektrealisierung um einige Monate.

REPUTATION

Server, die Cloud-Dienste hosten, sind für Hacker ebenso ein interessantes Ziel wie unsere Server, die lokal gespeichert sind. Was ist dann der Unterschied?

Diese Cloud-Verarbeitungsdienste sind streng gesichert. Cloud-Dienstanbieter können sich keinen größeren Vorfall leisten, da ihr Ruf sonst sehr beschädigt sein würde und das Unternehmen in einigen Fällen sogar bankrott gehen könnte.

Jeder größere Cloud-Service-Provider kann sich erhebliche finanzielle Investitionen in qualitativ hochwertige Sicherheitssysteme und Software leisten, im Gegensatz zu kleineren Unternehmen, die solch eine Investition nicht alleine stemmen könnten.

Tatsächlich zahlen wir als Kunde dafür, dass wir einen Teil unserer IT-Infrastruktur an sie übergeben. Ist es also nicht besser sich auf einen großen und erfahrenen Cloud-Service-Provider zu vertrauen?

GESETZGEBUNG

Cloud-Diensteanbieter, sowie Banken und andere Unternehmen unterliegen Gesetzen, die ihre Arbeitsweise regeln.

Innerhalb des EWR (EU + Island, Norwegen, Schweiz) gibt es eine einheitliche Gesetzgebung zur Bereitstellung von Cloud-Diensten. Darüber hinaus definieren örtliche Bestimmungen von EWR-Mitgliedern nationale Besonderheiten.

TDie ISO 27018-Zertifizierung zwingt beispielsweise den Service Provider, den genauen Ort anzugeben, an dem die Daten seiner Kunden gespeichert werden.

Sollten Behörden (z.B. Finanzamt) Zugriff auf ihre Daten in der Cloud verlangen, muss der Service Provider dies zuerst an Sie berichten.

Wenn ein Cloud-Dienstanbieter über eine ISO 27018-Zertifizierung verfügt, können Sie sicher davon ausgehen, dass die auf seinen Servern gespeicherten Daten sicherer sind, als wenn Sie sie in Ihrer lokalen Infrastruktur hosten.

AUDIT

Bevor Sie sich für eine Cloud entscheiden, wird empfohlen, Ihren potenziellen Service Provider zu prüfen. Wendet er wirklich Best Practice an?

Ein solcher Test kann nicht unbedingt eine bestimmte Bedrohung oder Schwäche in den Systemen des Anbieters erkennen. Sie wird uns jedoch versichern, dass unsere Daten und Anwendungen in guten Händen sind. Berücksichtigen Sie die folgenden Fragen, wenn Sie mit potenziellen Anbietern über Preise und Geschäftsbedingungen verhandeln:

  • Erfüllt der Anbieter die Standards der ISO 27000 oder FFIEC Zertifizierungen?

  • Überwacht der Service-Provider die Verwendung von Massenspeichern?

  • Was ist das Ziel und der Umfang der Datenverarbeitung?

  • Hat der Anbieter eine Risikomanagementrichtlinie definiertt?

  • Wie sind die Richtlininen für die Bewachung ihre Daten?
  • Was ist die genaue Vorgehensweise im Falle eines Hacker Angriffs o.Ä.?
  • Wie werden ihre Daten verschlüsselt?
  • Wie werden ihre Daten gelöscht und an Sie übergeben, im Falle eines Service-Provider Wechsels?

EIN GUTES BEISPIEL

Ein gutes Beispiel für den Einstieg in die Cloud ist das Salesforce CRM-System.

Das Unternehmen legt höchste Priorität auf die Datensicherheit ihrer Kunden. Auf der Website trust.salesforce.com können Sie die aktuelle Verfügbarkeit der Plattform und die Sicherheitsstandards einsehen. Auf https://trust.salesforce.com/de/compliance werden alle Qualitätszertifizierungen aufgelistet, die Salesforce erworben hat, aufgeschlüsselt nach Ländern oder Branchen.

FAZIT

Die Cloud “beißt” nicht und bietet mehrere Vorteile. Es gibt viele Materialien im Internet, die in dieser Angelegenheit ausführlicher sind.

Zögern Sie nicht, einen Anwalt um Rat zu fragen, falls Sie Zweifel an dem Vertrag mit dem Anbieter haben und was mit Ihren Daten in der Cloud geschehen wird und welche Rechte Sie haben. Dies ist besonders wichtig, wenn Ihre Daten im Ausland gespeichert werden.

Investieren Sie in Dienstleistungen von Unternehmensberatern, die auf die Implementierung von Cloud- basierten Systemen spezialisiert sind. Neben fundierten Kenntnissen der jeweiligen Lösung helfen sie Ihnen, ein solches Projekt effizient zu verwalten.

 

53% aller Firmen geben zu, dass fehlendes Wissen das größte Hindernis ist, auf Cloud-basierte Lösungen umzusteigen.


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